Bei uns ist man gewohnt, vom Wanderparkplatz aus - mit oder ohne Wanderkarte - gut ausgeschilderten und markierten Routen zu folgen. Auf Mallorca ist das ganz anders:

Zwar wurden - wie erwähnt - mittlerweile eine ganze Reihe von Routen mit Wegweisern versehen, aber dennoch gibt es kein in sich geschlossenes, gekennzeichnetes Wegenetz.
Das liegt u. a. daran, dass viele Wanderwege über privates Gelände führen. Manche Grundeigentümer bringen dem Wandertourismus wenig Begeisterung entgegen und verunsichern in vielen Fällen Wanderer mit Warnschildern (Foto: Privatgrundstück-Durchgang verboten), zugesperrten Gattern oder Toren. Sie missachten damit das eigentlich für die ganze Insel offiziell geltende traditionelle Wegerecht.
Trotz der mancher Verbotsschilder stößt man indessen nur selten auf ernsthafte Hindernisse bzw. in persona auf protestierende Grundeigentümer. Konkrete Hinweise zu Wegsperrungen und Hindernissen, sofern bekannt, finden sich bei den Beschreibungen davon eventuell betroffener Wegabschnitte.
Vielerorts, wo eine "offizielle" Ausschilderung fehlt, haben private Organisationen und Wanderer diese Wege und Pfade mit kleinen Steinpyramiden (Steinmännchen) und Farbmarkierungen gekennzeichnet. Sie weisen vor allem an unsicheren und kritischen Stellen den richtigen Weg.
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| Beschilderung |
Farbmarkierung und Steinmännchen |
Überstieg |
Neben Gattern und Toren sind sog. Trockensteinmauern, die ohne Mörtel aufgeschichtet wurden, und Zäune Hindernisse für den Wanderer, die häufig mit Hilfe von - dafür auch vorgesehenen - Leitern überwunden werden können